Boris Becker äußert sich erstmals zu seinem Prozess

Unterschlagung, versäumte Fristen, Falschangaben. Das sind nur einige Anklagepunkte, denen sich Tennis-Ikone Boris Becker demnächst stellen muss. Jetzt äußert er sich selbst zu den Vorwürfen und zeigt sich empört.


Boris Becker - Insolvency Hearing

Aktuell wird Boris Becker in London der Prozess gemacht. Wo dieser zuvor Stillschweigen bewahrte, bezieht er nun Stellung. Becker könne die "Vorverurteilung" in Deutschland nicht nachvollziehen. In Hinblick auf das Verfahrens sei er aber "guter Dinge".

Beruflich laufe es bei ihm gut

Er zeigt sich stolz, selbstbewusst und gelassen. Vor dem Prozess habe er keine Angst: "Ich werde diesen Kampf angehen, wie früher jedes große Match." Schließlich habe er vor Gericht auf "unschuldig" plädiert. Keiner der 28 Anklagepunkte entspreche der Wahrheit. Er vertraue auf das britische Rechtssystem und werde sich dementsprechend "kooperativ und korrekt verhalten". Ein Dorn im Auge sei ihm die Reaktion der Deutschen. Becker habe das Recht als Unschuldiger behandelt zu werden, bis das Gegenteil bewiesen würde. Und eben das hält der 52-Jährige für unwahrscheinlich.

Trotz seiner derzeitig prekären Lage laufe karrieretechnisch alles wie erhofft: "Beruflich geht es mir gut, ich habe viele Aufträge. Ich arbeite ganz normal weiter."

Ob Boris Becker schuldig gesprochen werden wird, ist offen. Erst 2021 soll das Urteil gefällt werden.
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