Günther Jauch wurde einst von der Polizei gesucht

Auch vor Prominenten macht der deutsche Rechtsstaat nicht halt – manchmal schießt er dabei allerdings über das Ziel hinaus. So auch im Fall von Günther Jauch, bei dem wegen eines kleinen Fehltritts plötzlich die Polizei vor der Tür stand.

Die Quizshow "Wer wird Millionär" ist nicht nur wegen der spannenden Fragen eine beliebte Fernsehsendung. Die Anekdoten und Reaktionen von Moderator Günther Jauch tragen ebenfalls ihren Teil zum Unterhaltungswert der Show bei. So auch am vergangenen Montag, als Punkrock-Sänger Sebastian Hafner (38) versuchte, eine Million Euro zu ergattern.

"Es kommt immer was"

Hafner hatte bereits die 64.000-Euro-Frage geknackt, als Jauch ihn fragte, was er mit dem Geld anfangen wolle. Der Kandidat gab daraufhin zu, dass er unter anderem zwei Strafzettel bezahlen müsse, auch wenn er hoffe, dass "vielleicht nichts kommt". Jauch ging darauf ein und sagte: "Es kommt immer was. Bei mir ist noch nie nichts gekommen." Anschließend erzählte der Moderator von einer seiner wohl skurrilsten Erfahrungen mit der deutschen Polizei.

In Bayern sei er vor langer Zeit einmal zu schnell gefahren und erwischt worden. Die Höhe des Bußgelds: ganze 15 Euro. Der Haken: Die Adresse Jauchs, die den Behörden zu diesem Zeitpunkt vorlag, war längst nicht mehr aktuell. Der Bußgeldbescheid konnte also nicht zugestellt werden und ging mit der Anmerkung "unbekannt verzogen" zurück an die bayerische Polizei.

Die Suche

Das ließen die Beamten jedoch nicht auf sich sitzen. Jauch zufolge forderten sie "Amtshilfe in ganz Deutschland" an, um ihn wegen seiner Verkehrssünde zur Rechenschaft zu ziehen. Nach ausgiebiger Recherche fand die Polizei in Bayern heraus, dass Günther Jauch inzwischen nach Brandenburg gezogen war und bat die dortigen Dienststellen um Hilfe. Wenig später standen zwei Polizisten vor Jauchs Haustür und überreichten ihm den Bußgeldbescheid persönlich – zwei Tage vor Ende der Verjährungsfrist.

Einen entsprechend spitzen Kommentar konnte sich der Moderator in dieser Situation dann auch nicht verkneifen. "Ich möchte ihnen als Erstes gratulieren, dass Sie in diesem Land so konsequent Kapitalverbrechen verfolgen", habe er den Beamten gesagt.

Kandidat Hafner ging schließlich 64.000 Euro reicher nach Hause.

Die wichtigsten Infos zeigt auch das Video.