Urin soll gegen Welthunger eingesetzt werden

Die Population auf der Erde wächst, und die Klimakrise schreitet unaufhaltsam voran. Das stellt die Menschheit vor große Herausforderungen. Vermehrte Hungersnöte können die Folge sein, wenn nicht schnell Lösungen gefunden werden. Ein Lösungsansatz ist die Verwendung von menschlichem Urin.

Menschlicher Urin könnte eine Lösung gegen drohende Hungersnöte sein. (Bild: Getty Images)
Menschlicher Urin könnte ein Lösung gegen drohende Hungersnöte sein. (Bild: Getty Images)

Die Verwendung von Urin in der Landwirtschaft ist ein Thema, das die Forschung derzeit umtreibt. Denn Harn könnte tatsächlich dazu beitragen, das menschliche Überleben zu sichern. Bisher verwenden Landwirte Pestizide, um ihre Ernte zu sichern. Diese wiederum sind höchst schädlich für die Umwelt und befeuern die Klimakrise immer weiter. Und hier kommt das menschliche Ausscheidungsprodukt ins Spiel.

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Wie Future Zone berichtet, enthält menschlicher Harn Elemente wie Stickstoff, Phosphor und Kalium. Das sind drei chemische Erzeugnisse, die zum Kultivieren der Felder benötigt werden. Die Urin-Aufbereitung würde also ein langfristiges Modell für die Abfallentsorgung sowie für die landwirtschaftliche Produktion bieten. Damit könnten also sogar zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden.

Toiletten müssten anders funktionieren

Um das zu erreichen, müsste man aber das Konzept des Abwassersystems völlig neu denken. Toiletten müssten demnach ganz anders funktionieren, um den Urin zu speichern, aufzubereiten und auf die Felder zu bringen. Erste Pilotprojekte dazu existieren bereits in Schweden, in der Schweiz, in Südafrika, in Frankreich – und sogar in Deutschland experimentiert man bereits mit neuartigen Abwassersystemen.

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Dennoch braucht es laut Forschung noch einige Zeit, bis man ein geeignetes Modell gefunden hat, denn derzeit seien Toiletten mit Urin-Ableitung noch unansehnlich, geruchsintensiv und unpraktisch.

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