Simbabwe: Armee übernimmt Kontrolle - Mugabe seit 37 Jahren an der Macht

In Simbabwes Haupstadt Harare hat die Armee einen Teil des Zentrums um das Parlament abgeriegelt. Mindestens ein Minister ist festnommen worden. Zuvor hatte das Militär mitgeteilt, die Armee habe “vorübergehend” die Macht übernommen. Das erklärte ein Sprecher der Streitkräfte im Fernsehen mit. Die Spekulationen über einen Putsch wies er aber zurück. Präsident Mugabe sei gesund und in Sicherheit. Dem Militär gehe es lediglich darum, „Kriminelle“ zur Strecke zu bringen. Meldungen über Schüsse und Explosionen in der Hauptstadt Harare hatten die Befürchtungen vor einem Staatsstreich geschürt. Die US-Botschaft wurde aus Sicherheitsgründen geschlossen. Die USA und Großbritannien forderten ihre Bürger in Simbabwe auf, ihre Wohnungen nicht zu verlassen. Die Lage spitzt sich zu, seit Präsident Robert Mugabe (93) Vizepräsident Mnangagwa aus dem Amt entlassen hat. Daraufhin drohte ihm der Chef der Armee, Chiwenga, mit einer Militärintervention. Der Ausschluss von Persönlichkeiten, die wie Mnangagwa am Befreiungskampf beteiligt waren, sei nicht hinzunehmen. Das Militär stehe jederzeit bereit. In Simbabwe wird vermutet, dass Vizepräsident Mnangagwa seinen Posten räumen musste, damit Mugabes Ehefrau Grace (52) an seine Stelle rücken kann. Es gibt auch Spekulationen, sie solle die Nachfolgerin des Präsidenten werden. #Putsch oder kein Putsch in #Simbabwe? Armee übernimmt Kontrolle – #Mugabe 37 Jahre an der Macht https://t.co/gfkc6f5BL2— euronews Deutsch (@euronewsde) 15. November 2017

Jetzt anmelden oder einloggen, um Videos für später zu sichern

Mit "My Queue" können Sie Videos zum späteren Betrachten sichern.

Klicken Sie auf das Zeichen neben einem Video, um es Ihrer Playlist hinzuzufügen.

Starten Sie anschließend "My Queue", um das Video abzuspielen!