Türkei beginnt offenbar anti-kurdische Militäroffensive in Nordsyrien

Nach Aussage des türkische Präsidenten Tayyip Erdoğan („Reuters“) hat am Samstag eine Boden-Militäroperation in Afrin, Syrien, begonnen. Eine weitere Operation in der Nähe von Manbij werde folgen. Erdoğan hatte in den vergangenen Tagen mehrfach einen Militäreinsatz gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien angekündigt. Im Gespräch mit den Mitgliedern seiner regierenden AK-Partei in der westlichen Provinz Kutahya hat Erdoğan nicht präzisiert, ob türkische Truppen die Grenze überschritten haben. Die türkische Armee erklärte am Samstag, dass sie am Freitag und Samstag kurdische Stellungen in Afrin beschossen und Unterkünfte und Verstecke von Militanten aus drei Gruppen getroffen habe. Zuvor hatte türkisches Militär die kurdischen Region Afrin in Nordsyrien acht Tage in Folge unter Artilleriebeschuss gesetzt. Die türkischen Streitkräfte hätten damit auf «Störfeuer» der YPG reagiert, so die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Samstag. Das Artilleriefeuer richtete sich gegen «Unterschlupfplätze» der YPG, berichtete Anadolu unter Berufung auf den türkischen Generalstab. Am Freitag hatte der türkische Verteidigungsminister Nurettin Canikli erklärt, die Türkei halte trotz gegenteiliger Appelle der USA an einer Militäroffensive gegen die YPG fest. «Diese Operation wird realisiert, sie wird durchgeführt», sagte Canikli in Ankara. Ziel ist nach Erdogans Worten, die «südliche Grenze vom Terror zu säubern». Die YPG ist der syrische Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK in der Türkei. Die PKK ist in der Türkei, in der EU und in den USA als Terrororganisation eingestuft. KONFRONTATION MIT DEM NATO-PARTNER USA Die USA haben die YPG im Kampf gegen den IS mit Waffen ausgerüstet,was Ankara scharf kritisiert. Die Sprecherin des US-Außenministeriums hatte am Donnerstag gesagt, die USA riefen die Türkei auf, «keinerlei Maßnahmen dieser Art zu ergreifen». Der Fokus beim Einsatz in Syrien müsse bei der Bekämpfung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) liegen. su mit dpa, Reuters

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