Wasserkreislauf gerät wegen Klimawandel aus dem Gleichgewicht

Wissenschaftler warnen vor schwerwiegenden Klimaänderungen und einer Zunahme von Unwettern. Es gibt wohl nur einen Ausweg, um eine globale Krise zu verhindern.

Aktuelle Satellitenbilder zeigen einen gefährlichen Trend. (Bild: Getty Images)
Aktuelle Satellitenbilder zeigen einen gefährlichen Trend. (Bild: Getty Images)

Der Klimawandel hat einen gravierenden Einfluss auf den Wasserkreislauf der Erde. Aktuelle Satellitenbilder zeigen einen bedrohlichen Trend, der das natürliche Wassersystem aus dem Gleichgewicht zu bringen droht.

Wie das Portal "Science Alert" berichtet, gehen Klimawissenschaftler davon aus, dass bei einem globalen Temperaturanstieg die Verdunstung an der Meeresoberfläche zunehmen wird, wodurch die oberste Schicht des Meeres salziger wird und mehr Feuchtigkeit in die Atmosphäre aufsteigt.

Verdunstung an der Meeresoberfläche und ihre Folgen

Das wiederum sorge dafür, dass es weltweit mehr regnen würde und einige Gewässer noch salzhaltiger werden. In letzter Konsequenz bedeutet das: Wasserknappheit, Dürre, mehr Stürme und Überschwemmungen. Auch die Schneeschmelze in Polarregionen könne sich durch den Effekt beschleunigen, da Regenfälle dort zugenommen haben, geht aus dem Bericht hervor.

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"Dort, wo der Wind nicht mehr so stark weht, erwärmt sich das Oberflächenwasser, tauscht aber keine Wärme mit dem darunter liegenden Wasser aus, so dass der Salzgehalt an der Oberfläche höher ist als in den unteren Schichten und der Effekt der Verdunstung mit Satellitenmessungen beobachtet werden kann", wird der Physiker Antonio Turiel vom Institut de Ciències del Mar in Spanien von Science Alert zitiert.

Einziger Ausweg: Begrenzung der globalen Erwärmung

"Das zeigt uns, dass die Atmosphäre und der Ozean stärker miteinander interagieren, als wir bisher angenommen haben“, so Turiel weiter. Aktuelle Klimamodelle sagen voraus, dass sich der Wasserkreislauf der Erde für jedes Grad Celsius Erwärmung des Planeten um bis zu sieben Prozent intensivieren könnte.

Das bedeutet, dass feuchte Gebiete im Durchschnitt um sieben Prozent feuchter und trockene Gebiete um sieben Prozent trockener werden könnten. Die Begrenzung der globalen Erwärmung mittels Anstrengungen für klimafreundliche Industrie und Lebensweise ist der einzige Ausweg aus diesem Dilemma.

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