Wassermassen in den Städten Nordrhein-Westfalens

Teile Nordrhein-Westfalens haben mit den Folgen des starken Unwetters zu kämpfen, das seit Dienstagnacht die Region in Atem hält. Die Feuerwehr rückte zu zahlreichen Einsätzen aus, viele Keller liefen voll, zum Teil mussten Wohnheime evakuiert werden.

In Hagen riss das Wasser Mülltonen und andere Gegenstände mit sich (Photo by INA FASSBENDER / AFP) (Photo by INA FASSBENDER/AFP via Getty Images)
In Hagen riss das Wasser Mülltonen und andere Gegenstände mit sich (Photo by INA FASSBENDER / AFP) (Photo by INA FASSBENDER/AFP via Getty Images)

"Es ist gerade eine schlechte Idee, nach Hagen zu kommen." Die Worte einer Sprecherin der Hagener Polizei verdeutlichen die Schwere der Lage in der Stadt. Vollgelaufene Keller, überschwemmte Straßen und umgestürzte Bäume halten die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei in Atem. Ein Seniorenheim in Hagen musste geräumt werden, da das eindringende Wasser das Gebäude unbewohnbar machte. Den Süden der Stadt erwischte es besonders stark, das Wasser ließ Erdhänge abrutschen, diverse Straßen mussten wegen der Wassermassen abgesperrt werden. Nach Informationen des NDR schwammen am Mittwochmorgen zum Teil Autos in den Straßen der Stadt.

Überall ist Wasser

Doch auch andere Orte in Nordrhein-Westfalen stehen vor ähnlichen Problemen: In Bedburg ist es nur dem Einsatz des Technischen Hilfswerks zu verdanken, dass das Eindringen des Wassers in die Innenstadt bisher unterbunden werden konnte. Die Einsatzkräfte pumpten bereits tausende Liter aus einem Supermarktkeller, da die eigenen Pumpen des Geschäfts versagt hatten. In Düsseldorf tritt die Düssel über die Ufer, die Feuerwehr bekam innerhalb weniger Stunden rund 330 Einsatzanfragen und in Erkrath musste ein Wohnheim für Geflüchtete evakuiert werden. Der Keller und die Sporthalle des Gebäudes, das ursprünglich mal zu einer Schule gehörte, sind vollgelaufen. Die Feuerwehr in Erkrath ist derzeit so überfordert, dass Anwohner sehr lange auf Hilfe warten müssen. 

Gefährliche Erdrutsche

Im sauerländischen Altena löste das Unwetter große Erdrutsche aus. "Massive Abrutsche" an den Hängen um die Stadt sorgen dafür, dass die Feuerwehr alle Hände voll zu tun hat. Die Kräfte des Technischen Hilfswerks und des Deutschen Roten Kreuzes wurden zur Hilfe gerufen. Man versuche das Zentrum der Stadt zu schützen, so ein Sprecher der Feuerwehr. Verletzte habe es bislang noch nicht gegeben.