Texas: Seltsame Puppen an der Küste sorgen für Albträume - und dienen einem guten Zweck

Gruselig, alptraumhaft, teilweise mit Seepocken bedeckt, die aus den Augen wachsen. So sehen die merkwürdigen Puppen aus, die an die Küste von Texas angespült werden. Gefunden werden sie von Forschern, die in diesem Gebiet Meereslebewesen untersuchen.

So beschädigt und gruselig sehen auch die Puppen aus, die das Forscherteam an der Küste von Texas einsammelt. (Symbolbild: Getty Images)
So beschädigt und gruselig sehen auch die Puppen aus, die das Forscherteam an der Küste von Texas einsammelt. (Symbolbild: Getty Images)

Woher die Puppen kommen, ist ein Rätsel, aber Forscher des Mission-Aransas-Reservats haben die gruseligen Figuren eingesammelt, als sie entlang eines 40-Meilen-Küstenstreifens Untersuchungen über die dortigen Meeresbewohner anstellten, erklärt Jace Tunnell, Direktor des Mission-Aransas-Reservats am Marine Science Institute der Universität von Texas.

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Eigentlich waren die Forscher dabei, die Küste nach Meeresschildkröten und anderen Meeressäugern abzusuchen, als sie die Puppen am Strand fanden. "Wir machen eigentlich wissenschaftliche Arbeit, aber die Puppen sind auch ein Vorteil", sagte Tunnell vergangene Woche gegenüber McClatchy News. Ein Bild von jeder Puppe wird auf der Facebook-Seite der Gruppe gepostet, die seitdem eine beachtliche Anhängerschaft generiert hat:

Verkauf der Puppen kommt den Meerestieren zugute

Die erste von Forschern entdeckte Figur war eine Sexpuppe. Als Tunnell das Bild online stellte, kaufte jemand den Kopf für 35 Dollar. Die wurden sofort an ein Meeresschildkrötenprogramm gespendet. Seitdem verkauft Tunnel die Puppen bei einer jährlichen Spendenauktion.

Forscher durchkämmen die Küste – von North Padre Island bis nach Matagorda – zweimal pro Woche und sammeln dabei Trümmer aller Art, einschließlich Müll, auf. "Man weiß nie, was man vorfindet. Ungefähr zweimal im Monat finden wir diese verrückt aussehenden Puppen", so Tunnell.

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Bisher hat die Reserve etwa 30 Puppen gesammelt, sagte Tunnell in einem Facebook-Video im Oktober. Einigen fehlen Arme oder Beine und bei anderen wachsen Algen oder Seepocken aus den Augen oder dem Mund. Manche Modelle wurden eindeutig von Tieren angekaut. "Da draußen gibt es viele Albträume", sagt Tunnel.

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