Wo landen eigentlich die Dinge, die man am Flughafen abgeben muss?

Es ist eine Sache, die bestimmt jedem schon mal passiert ist: Man steht bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen und einer der Mitarbeiter stellt klar, dass ein gewisser Gegenstand nicht mitgenommen werden darf. Aber was passiert mit all den Dingen, die am Sicherheitscheck zurückgelassen werden?

Oftmals müssen Passagiere am Security Check Gegenstände abgeben (Symbolbild: Getty Images)
Oftmals müssen Passagiere am Security Check Gegenstände abgeben (Symbolbild: Getty Images)

Wenn man verreist, ist eine meist lästige Vorbereitung das Packen der Koffer. Nicht nur auf die Größe und das Gewicht des Handgepäcks muss man als Fluggast achten, denn viele Airlines haben dazu spezielle Richtlinien – auch was im Bordgepäck landet, sollte man sich als Reisender gut überlegen.

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Denn beim Security Check werden die Gepäckstücke kontrolliert und Gegenstände, die man nicht mit ins Flugzeug nehmen darf, müssen dann zurückgelassen werden.

Das sind "gefährliche Gegenstände"

Nicht mitgeführt werden dürfen "gefährliche Gegenstände", dazu gehören Waffen aller Art und Dinge, die als Waffe eingesetzt werden können – wie z.B. Stricknadeln. Auch die Mitnahme von Flüssigkeiten ist streng reglementiert und auf Mengen bis zu 100 Milliliter begrenzt und müssen in einem durchsichtigen und verschließbaren Beutel untergebracht sein. Auch ist das Mitführen von mehr als einem Feuerzeug nicht erlaubt.

Flüssigkeiten müssen in einem durchsichtigen Beutel verstaut sein (Symbolbild: Getty Images)
Flüssigkeiten müssen in einem durchsichtigen Beutel verstaut sein (Symbolbild: Getty Images)

Aber was passiert eigentlich mit all den Dingen, die am Security Check zurückbleiben müssen? Dieter Hulick, Sprecher der Fraport AG, erklärte gegenüber "Travelbook", dass sie vernichtet werden: "Diese Option wird am häufigsten gewählt, da es sich in den meisten Fällen um Flüssigkeiten von geringem Wert in zu großen Behältnissen handelt, also Getränke, Kosmetika etc."

So erhält man sein Eigentum zurück

Angebrochene Trinkflaschen oder das Make-up kann man wohl noch gut verkraften, aber wenn das teure Parfüm der Kontrolle zum Opfer fällt oder aber ein als gefährlich eingestufter Gegenstand sehr teuer war oder man aus anderen Gründen an ihm hängt – hat man dann die Möglichkeit, sein Eigentum wieder zurückzuerhalten oder muss man sich mit dem Verlust abfinden?

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Dieter Hulick kann Reisende beruhigen: "Hierfür erhält der Passagier eine verschließbare Plastiktüte, die am Airport verbleibt, sowie einen Kontrollabschnitt. Nach seiner Rückkehr von der Reise kann er seinen Gegenstand in der Gepäckaufbewahrung des Flughafens gegen eine Gebühr von 4 Euro wieder abholen." Man kann sich die abgegebenen Dinge auch gegen eine Gebühr nach Hause schicken lassen. Das gilt aber nicht für gefährliche Gegenstände wie Gasfeuerzeuge oder Reizgasspray – diese kann man nur direkt abholen. Am Flughafen in Frankfurt liegen sie beispielsweise drei Monate lang zur Abholung bereit.

Vor der Reise informieren

Bei manchen Passagieren ist es schlichtweg ein Versehen, dass sie verbotene Dinge in ihrem Handgepäck haben, andere wissen einfach nicht darüber Bescheid, was an Bord erlaubt ist. Daher sollte man sich vor Antritt der Reise auf den Homepages der Fluggesellschaften oder beispielsweise bei "hand-gepaeck.de" informieren, um unnötige Verzögerungen am Sicherheitscheck und Umstände für sich selbst zu vermeiden.

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